Psynetik System Design
Psynetik ist die Betrachtung und Gestaltung von Systemen, in denen psychische Prozesse, philosophische konkrete Reflexion, technische Struktur sowie kreative Entfaltung in kontinuierlicher Rückkopplung stehen. Psynetik definiert strukturelle Bedingungen, unter denen Inhalte verarbeitet werden und fällt somit unter eine Art von Betriebssystem oder Infrastruktur.
"Mein Ansatz ist es universeller in Anwendungsbereiche heranzugehen und Modelle etc zu formen, die ich dann in vielen Anwendungsbereiche so anwenden kann. Es geht mir mehr um die Ursprungsformen von Psychologie, Philosophie und Technik. Also keine stumpfe akademische Philosophie, sondern eine angepasste für jeweils bestimmte Bereiche. Also quasi Überschneidungsmodelle, die von ihrer Ursprungsform so universell sind, wie es nur geht. Was aber immer noch nicht komplett universell für wirklich jeden Bereich ist, weil es sonst zu abstrakt und zu ungenau wird. Darauf angesetzt und abgestimmt sind dann soziale Systeme und Verbindungen, Unterhaltungsformen, Bildungsquellen, Sicherheitsnetzwerke, kreative Entfaltungsmöglichkeiten usw, die alle perfekt im Ausgleich und interdisziplinär sind. Also im Idealfall würden Nutzer diese Systeme gar nicht einmal mitbekommen und dass dahinter so viel steckt. Sondern einfach nur ein gutes sicheres Gefühl durch die gesamten Bereiche hindurch haben."
- Psynetik → die Grunddisziplin / Denkweise
- Psynetik Design → die praktische Gestaltung
- Psynetik System → konkrete Anwendungen
- Psynetik Architektur → größere Strukturmodelle
- Psynetik Netzwerke → soziale/technische Verbindungen
Die 3 Ankerpunkte:
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- Wahrnehmungsebene (Psyche) → Wie ein System erlebt, interpretiert und emotional verarbeitet wird.
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- Bedeutungsebene (Ethik/Philosophie) → Wie Werte, Verantwortung, Zielrichtungen und Sinnstrukturen innerhalb eines Systems entstehen.
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- Strukturebene (Technik/Systeme) → Wie Regeln, Feedback-Loops, Interfaces und Organisationsmechaniken Verhalten formen.
Psynetik kontrolliert, überwacht oder reduziert Menschen nicht, sondern schafft eine Umgebung, wo sowas nicht nötig ist. Entfaltung steht mehr im Vordergrund. Menschen sind Teil von psynetischen Systemen und eine Referenz. Nicht anders herum. Psynetik erforscht, ordnet und passt sich dynamisch an, sodass Menschen nicht mehr reduziert werden müssen. Dafür erfordert es mindestens ähnlich komplexe Systeme wie der Mensch selbst. Am wichtigsten Schutzsysteme auf komplexen Ebenen. Aber für Menschen und der Psynetik selbst.
Technische Gesetzesgrundlagen: Pnenum
Die Psynetik verfolt spezifische Stabilitätsprinzipien. So genannte "Pnenums". Sie gelten für das psynetische Betriebssystem an sich und für die Interaktionsebene.
Definition von "Pnenum":
Das grundlegende Organisationsprinzip eines psynetischen(/neticos) Systems, aus dem dessen Stabilität, Dynamik, Kohärenz und Selbstordnung hervorgehen.
Bildlich:
Die Pnenums sind nummerierte Gesetze metaphorisch als Druck im System, der zum Ausgleich, zur Stabilisierung und Orientierung des Systems dient.
Die "AKP-Ps":
Ebene 0: Referenzordnung (Anthropologische Pnenums → Pnenums für konkrete philosophische Beziehungen)
Beispiele:
- (A.P.: 1) Individualität → Eine Person wird niemals auf einer technischen Ebene gleichgesetzt beispielsweise durch Variablen - einzige Ausnahme ist eine einzige eindeutige ID, die ausschließlich nur für das interne System gilt und vollständig unsichtbar existiert. (Im Kontext von Personen ist Technik immer nur ein Werkzeug bzw Hilfsmittel und absolut kein Teil einer Definition)
- (A.P.: 2) Ausdrücke → Emotionale Ausdrücke sind vollständige Systemeingaben mit unstrukturierter Bedeutung. Sie werden im System nicht automatisch als Fakten interpretiert und können, aber müssen nicht, in verschiedene Wissensebenen übersetzt werden. Sie sind keine Störung oder ähnliches. Das System kann dadurch aber optional dennoch reagieren.
- (A.P.: 3) Bezugssystem → Es gibt immer nur ein richtig oder falsch in einem gewählten Bezugssystem. Innerhalb dieser gibt es sowas aber auch nur, wenn eine genaue stabile Definitionen vorhanden ist. Diese Definitionen können selber entweder stabil oder instabil sein (richtig oder falsch). Ein generelles richtig oder falsch gibt es nicht. Es lassen sich aber Bezugssysteme nach möglichst maximalen Einklang bestimmen.
Ebene 1: Systemordnung (Konstitutionelle Pnenums → Pnenums für dynamische Systeme)
Mit steigender Dynamik innerhalb psynetischen Systemen werden sie wichtiger.
Beispiele:
- (K.P.: 1) Erstes Pnenum-Gesetz: Kohärenz → Das System muss logisch fundamentiert sein.
- (K.P.: 2) Zweites Pnenum-Gesetz: Wahrheitsgemäßheit → Ein System bleibt nur dann kohärent, wenn es nicht nur Wissen, sondern auch die Grenzen seines Wissens explizit repräsentiert.
- (K.P.: 3) Drittes Pnenum-Gesetz: Transparenz → Die Arbeitsprinzipien des Systems müssen immer transparent auf Abruf sichtbar und nachvollziehbar auffindbar sein, um sich stetig selbst prüfen zu können.
- (K.P.: 4) Viertes Pnenum-Gesetz: Offenheit → Das System darf sich selber nie als abgeschlossen oder vollständig identifizieren, da es sonst dynamische Entwicklungen nicht zulässt.
- (K.P.: 5) Fünftes Pnenum-Gesetz: Souveränität → Das System drängt sich niemals auf. Es bietet Werkzeuge, Reize und tiefere Ebenen, hält sich aber elegant im Hintergrund. Es darf aber einladen.
- (K.P.: 6) Sechstes Pnenum-Gesetz: Grenzen → Regeln sind nie starr, sondern existieren nur, um dynamische Grenzen zu setzen. Sie müssen sich an Gegebenheiten anpassen können und dennoch klar sein. Alles andere sind nur Orientierungen. Es geht nicht um Optimierungen, Produktivität oder Eingrenzungen, sondern konkrete Zielverfolgung.
- (K.P.: 7) Siebtes Pnenum-Gesetz: Ziele → Ziele sind immer Mehrdimensional interpretierbar, aber dennoch als eine konkret Richtung geformt.
- (K.P.: 8) Achtes Pnenum-Gesetz: Konsequenzen → eine Irritation im System hat immer Konsequenzen.
- (K.P.: 9) Neuntes Pnenum-Gesetz: Differenzierung → alle Ebenen bewahren ihre Unterscheidbarkeit. Eine Ebene verschmilzt nicht mit einer anderen Ebene und sind klar getrennt. Sie kommunizieren aber über klar definierte Schnittstellen.
Das bedeutet auch, dass Unsicherheit, Unwissenheit, Interpretationsspielräume und fehlende Daten explizit auszuweisen sind. Daraus geht hervor, dass nur dadurch z.B. abstrakte oder philosophische Konzepte konsistent in formale Systeme überführt werden können.
Ebene 2: Interaktionsordnung (Phänomenologische Pnenums → grundlegende Pnenums für Verarbeitungen im System)
Beispiele:
- (P.P.: 1) Zeit → Zeit ist kostbar für Nutzer, aber wird nicht komplett weggesperrt. Zeit steht nur im Kontext mit Atmosphäre in Verbindung. Jegliche andere zeitfressende Dinge werden vermieden. Elemente, die mehr als 1 Sekunde den Inhaltsfluss unterbrechen, sind optional abschaltbar. (keine ablaufende Timer, künstliche Verknappung oder stressige auch unsichtbare Ladebalken)
- (P.P.: 2) Atmen → psynetische Strukturen müssen atmen können. Das heißt, dass es immer eine Balance von Eigenschaften geben muss. Beispielsweise müssen nach Phasen hoher kognitiver Dichte genau dieser Bereich wieder ausgeglichen werden. Das kann passieren durch Abwechslungen, andere Intensitäten von Darstellungen, Spielerein, leer Stellen oder reiner Atmosphäre. Atmende Elemente wird als Teil des Inhaltsflusses gesehen, da sie abfedern, wenn sie keine Cuts setzen.
- (P.P.: 3) Orientierung → psynetische Strukturen müssen immer eine Orientierung bieten können. Bei komplexeren Darstellungsformen oder Strukturen sind extra Orientierungselemente sinnvoll. Eine Meta Orientierung ist ebenfalls sinnvoll. Sie dürfen auch kreativer aber ohne Barriere sein. Innerhalb geschützer Unsicherheit sind sie nur optional sichtbar.
- (P.P.: 4) Freiwilligkeit → Nutzer werden zu nichts genötigt. Dinge, die auch subjektive Freiheits Einflüsse haben können, werden vermieden oder nur optional angeboten bzw abschaltbar gemacht mit aber den dazugehörigen Orientierungen.
Fortführung der Psynetik
Ebene 3: Gestaltungsebene (Wie wird etwas konkret gebaut?)
Beispiele:
- soziale Räume
- KI-Systeme
- Lernumgebungen
- kreative Plattformen
- Gemeinschaften
Ebene 4: Emergenzebene (Welche Zustände können durch gute Gestaltung entstehen?)
Beispiele:
- Vertrauen
- Resonanz
- Zugehörigkeit
- Sicherheit
- Neugier
- Sinn
- Lebendigkeit
Ebene 5: Existenzebene (Ein psynetisches System ist dann erfolgreich, wenn unter anderem Lebendigkeit entstehen kann)
Psynetik ist die Sicherheit, damit darin Gefühle und Lebendigkeit wirklich existieren können. Denn vor Gefühlen muss erstmal eine Sicherheit oder eine Form von Vertrauen herrschen.
Fragestellungen:
- Was lässt Menschen sich lebendig fühlen?
- Was erzeugt Resonanz?
- Was erzeugt Zugehörigkeit?
- Was erzeugt Neugier?
- Was erzeugt Mut?
- Was erzeugt Bedeutung?
- etc
Ableitung:
- geschützte Unsicherheit → zulassen von echtem Risiko mit unsichtbare Teil-Polsterung
Strukturebene Website Freelight
Ebene 1 — Grundrepräsentation (jetzt)
Wie Inhalte überhaupt existieren als epistemische Objektstruktur →
- Was ist ein Inhalt?
- Welche Eigenschaften besitzt der Inhalt? (Richtung: Ursprung, Sicherheitsebene, Bedeutungsraum, Interpretationsstatus, Kontextbindung, Abstraktionsgrad, emotionaler Ladung, Referenztyp sowie Unsicherheitsbereich)
- Wie wird Kontext gespeichert?
- Wie wird Unsicherheit repräsentiert?
- Wie wird Bedeutung getrennt?
- Was ist Interpretation?
- Was ist Fakt?
- Was ist emotional?
- Was ist symbolisch?
- Was ist fiktional?
- Was ist unvollständig?
Ebene 2 — Beziehungen (jetzt)
Wie Inhalte verbunden werden
Ebene 3 — Übergänge
Wie Inhalte sich verändern oder interpretieren lassen
Ebene 4 — Dynamik
Wie Rückkopplung entsteht
Ebene 5 — Komplexe Systeme
Soziale Räume, KI, Netzwerke etc.
Definitionen in psynetischen Systemen
Inhalt
Ein Inhalt ist ein zustandsbehaftetes Objekt innerhalb dieser Systeme.
Er besteht aus:
- Zustand (interne Strukturvariablen)
- Interpretationsraum (mögliche Bedeutungen)
- Darstellungen (optionale mediale Projektionen)
- Optional: Kontext (Einbettung/Herkunft in oder aus andere Inhalte)
Medien (optional)
Medien sind keine Inhalte, sondern Projektionen eines Inhaltszustands in eine wahrnehmbare oder verarbeitbare Form.
Beispiele:
- Text = lineare Projektion
- Bild = räumliche Projektion
- Audio = zeitliche Projektion
- Video = bewegende/erlebende Projektion
Wichtige psynetische Fragestellungen
- Wie verhindern psynetische Systeme, dass Menschen emotional nur noch in zukünftigen Projektionen leben?
- Einfache vorläufige Antwort: Psynetik unterstützt solche Projektionen strukturell nicht und bietet bessere Alternativen. Bsp.: gegenwärtige Resonanzformen/Rückkopplungen, nicht-optimierungsbasierte Bedeutung oder erlebbare Zustandswahrnehmungen
- Wie genau erzeugt man eine solche gegenwärtige existenzielle Resonanz?
- Antwort: in Entwicklung
Die Herausforderung in Psynetik: Die Frequenz (von Freiheit und Sicherheit) so groß wie es geht zu erweitern und weiterhin Stabilität zu haben.
(Psynetik als Teil eines Universums, wo auch zum Beispiel Bionetik nach dieser Modellstruktur stehen könnte → Das Neticos-Universum)